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26-01-2008 11:46 Europarat besorgt über Kinderhandel in der Ukraine
Fehlende Kontrollmechanismen führen zur Bildung internationaler Kinderschmuggel-Netzwerke
Der Europarat ist besorgt über das rätselhafte Verschwinden Neugeborener aus Krankenhäusern in der Ukraine. Es bestehe der Verdacht, dass die Kinder verkauft und im In- oder Ausland illegal adoptiert würden, erklärte das Europarats-Parlament in Straßburg. Der Bericht des Gremiums stützt sich auf Zeugenaussagen betroffener Mütter, Ärzte und Pfleger. Die Interviews hatte die Schweizer Abgeordnete Ruth-Gaby Vermot-Mangold geführt. Auch im Nachbarland Moldawien stellte Vermot-Mangold Fälle von Kinderhandel fest. In der Regel sei den ukrainischen Müttern kurz nach der Entbindung mitgeteilt worden, dass das Kind verstorben sei, berichtete sie. Einigen Frauen wurden dabei jedoch Leichen von Kindern gezeigt, die erkennbar nicht ihre eigenen waren. In anderen Fällen bekamen die Eltern das angeblich tote Kind gar nicht zu sehen, auch gab es erhebliche Widersprüche oder Lücken in den medizinischen Aufzeichnungen. Eine junge Frau in Kiew habe sogar zwei Kinder nacheinander unter mysteriösen Umständen verloren, so Vermot-Mangold. Das Fehlen von Kontrollmechanismen habe zur Bildung internationaler Kinderschmuggel-Netzwerke geführt, so die Parlamentarier-Versammlung. Die Öffnung osteuropäischer Grenzen sei ein Teil des Problems, sagte Vermot-Mangold. Etliche Länder Europas müssten ihr Familien- und Strafrecht weiter reformieren. Besonders wichtig sei es, den Adoptionsprozess nach dem Umzug des Kindes weiter zu überwachen.
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